Regisseurin Andrea Breth: "Die Rede Daniel Kehlmanns ist gut und wichtig für die sich selbstüberschätzende momentane Theaterszene. In der Tat wird das deutsche Regietheater im Ausland mit höchster Verwunderung beobachtet. Ich befürchte nur, dass Kehlmanns Rede besondere Anerkennung findet von dem Publikum, das für sich in Anspruch nimmt, zu wissen, was Werktreue ist. Die sogenannten modernen Regisseur/-innen werden diese Rede verdammen, da sie sich ja sonst ernsthaft mit sich selbst auseinandersetzen müssten. Und wer tut das schon gern?
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... Werke nach Gutdünken zu verändern, auch noch dumm besserwisserisch, dann halte ich das für Betrug den Autoren gegenüber, wie auch dem Publikum. Dass sich die teilweise untergriffigen und ungebildeten Journalisten an diesem Roulette euphorisch beteiligen, verschärft den unangenehmen Zustand. Alle verlieben sich in das scheinbar Neue, suhlen sich in einem verlogenen, sehr ertragreichen Weltschmerz." (Salzburger Nachrichten, 29.7.2009)