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Schriftsteller Daniel Kehlmann

Daniel kehlmann bei der buchmesse 2009Sind die Autoren die eigentlichen Stars oder sind es die Regisseure? Nicht nur die Schauspieler, auch die Autoren kommen im deutschen Regietheater zu kurz. Daniel Kehlmann in seiner Festrede zur Eröffnung der Salzburger Festspiele 2009: "Als vor vier Jahren der Satiriker Joachim Lottmann im SPIEGEL einen spöttischen Artikel über deutsche Regiegebräuche veröffentlichte, ging eine Empörungswelle durch die Redaktionen, als schriebe man das Jahr 1910 und einer hätte Kaiser Wilhelm gekränkt.
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Und unterdessen bleibt der Großteil der interessierten Menschen, die einstmals Publikum gewesen wären, daheim, liest Romane, geht ins Kino, kauft DVD-Boxen mit den intelligentesten amerikanischen Serien und nimmt Theater nur noch als fernen Lärm wahr, als Anlaß für wirre Artikel im Feuilleton, als Privatvergnügen einer kleinen Gruppe folgsamer Pilger, ohne Relevanz für Leben, Gesellschaft und Gegenwart.
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'Nicht Verstellung ist die Aufgabe des Schauspielers', so Max Reinhardt, 'sondern Enthüllung.' " (Salzburger Nachrichten, 25.7.2009)

Daniel Kehlmann antwortet auf vernichtende Kommentare in einem Interview mit der Zeitschrift Cicero: "Im Grunde ging es darum, dass an deutschen Theatern eine bestimmte Inszenierungsästhetik Monopolstellung genießt und Beobachter, die sich dagegen äußern, in einer ungeheuerlichen Weise angegriffen werden. ... Die Reaktionen waren so hilflos hysterisch, dass ich mich dadurch in meiner These bestätigt sehen muss."

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