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Jost Heider betont: Schauspieler sind Persönlichkeiten!

„Die Persönlichkeit und das Ego der Schauspieler müssen sich frei entfalten! Genau das verhindern einige deutsche Regisseure! Statt die Persönlichkeit von Schauspielern zu brechen, muß die Macht einiger deutscher Regisseure gebrochen werden! Die Regisseure müssen den Schauspielern dienen! Die Schauspieler stehen im Mittelpunkt und nicht umgekehrt!“ Dies betont Jost Heider, der den Kontrast zwischen Hollywood und deutscher Schauspielerei aus eigener Erfahrung kennt. Er weiß, wovon er redet durch seine Ausbildung und Erfahrung.

Jost Heider: „Schauspieler werden mitunter daran gehindert, Rollen zu spielen, die ihrer Persönlichkeit entsprechen. Das Zentrum der Macht auf der Bühne, im Film und im Fernsehen ist der Schauspieler - so beschrieben in den Büchern des Star Acting Coach Eric Morris wie zum Beispiel ‚No acting, please!‘ mit dem Vorwort von Jack Nicholson.“ Existieren Schauspieler wie Gert Fröbe, Gustav Gründgens oder Curd Jürgens nur in der Phantasie von Nostalgikern? Oder haben sich viele deutsche Regisseure angemaßt, Schauspieler herumzukommandieren und willkürlich in eine Rolle zu drängen?

Jost Heider: "Die Individualität eines Schauspielers muß hervortreten. Ein Schauspieler kann nur eine Rolle spielen, die mit seiner emotionalen Identität übereinstimmt. Ein Schauspieler muß seine eigenen Gefühle in die Rollenstruktur integrieren. Einige deutsche Regisseure wollen das Ego von Schauspielern brechen. Schauspieler kuschen aus Angst, umbesetzt zu werden, statt sich aktiv in die kreative Gestaltung der Rolle einzubringen.

Ein Publikumserfolg durch eine optimale Besetzung ist eng geknüpft an die Persönlichkeit eines Schauspielers. Kein Schauspieler kann alles glaubwürdig darstellen, aber für jede Rolle gibt es perfekte Schauspieler. So gewinnen Regisseure und Schauspieler: Nachdem besprochen ist, wie die Rolle verkörpert werden soll, gelingt es sowohl im Theater als auch vor der Kamera viel schneller, die gewünschte Interpretation zu schaffen."

Die Forscher Justin S. Feinstein, Melissa C. Duff und Daniel Tranel veröffentlichten am 12. April 2010 Ergebnisse Ihrer Arbeit bei PNAS Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America: Sustained experience of emotion after loss of memory in patients with amnesia. Einen deutschsprachigen Kommentar veröffentlichte am 13. April 2010 Apotheken.de unter der Überschrift "Gedächtnisverlust betrifft nur Fakten": „Die Wissenschaftler zeigten ihnen heitere und traurige Filme, die bei ihnen starke Gefühle auslösten – vom lauten Lachen bis zum Schluchzen. ... Lange, nachdem die Filme vergessen waren, fühlten sich die Patienten noch so, wie beim Ansehen des Films – traurig oder fröhlich.“

Fakten werden vergessen - Gefühle bleiben, auch bei Demenzkranken. Diese Forschungsarbeit bestätigt im Nachhinein die biologischen Gründe für die erfolgreichen Methoden von Eric Morris. Um Schauspielern zu höchster Entfaltung zu verhelfen, fragt Eric Morris standardmäßig "How do you feel?" = "Wie fühlst du?". Der Erfolg gibt ihm und seinen Schülern Recht. Das Interview "An acting method that goes off script" ist der Los Angeles Times vom 19. August 2007 zu entnehmen.

Diese Diskussion stellt der erfahrene Schauspieler Jost Heider mit seiner Internetpräsenz www.JostHeider.com auf neue Füße. Er lädt Schauspieler und Regisseure ein, die Bedeutung der Schauspielerpersönlichkeit in seinem Forum zu diskutieren und die Erkenntnisse fruchtbar in der täglichen Arbeit für erfolgreiche Produktionen einzubringen.